
September und dem 21. Oktober 2026 sechs energiebasierte Plattformen direkt zu Anwendern. Die Demo-Tour führt durch Scottsdale, Fort Lauderdale, Denver und Südkalifornien und kombiniert Live-Demonstrationen mit klinischer Schulung. Für Institute im deutschsprachigen Raum liefert die Serie vor allem technische Referenzpunkte: Welche Wellenlängen, Pulsdauern und Kühlkonzepte ein Hersteller mit langer Exporterfahrung derzeit als marktreif einstuft.
Spektrum von 448 kHz bis 1064 nm
Das vorgestellte Portfolio deckt ein breites Indikationsfeld ab. Der monopolare Radiofrequenz-Generator Oligio X arbeitet bei 448 kHz mit integrierter Kontaktkühlung und Echtzeit-Temperaturrückmeldung. Laut Herstellerangaben ist das System auf Kollagenneogenese, faziale Konturierung und nicht-invasive RF-Behandlung ausgelegt. Im Laserbereich dominiert Nd:YAG-Technik: Der Pico Majesty emittiert 250 Pikosekunden kurze Pulse bei 1064 nm und 532 nm und adressiert Pigmentläsionen, Tattoo-Entfernung sowie Hautrevitalisierung. Der Pico Alex ergänzt das Spektrum mit 755 nm im Pikosekundenbereich, homogenisiertem Strahlprofil und wahlweise Standard- oder Fraktionalaufsatz; die Herstellerangaben nennen tiefe Pigmentläsionen, Tattoo-Entfernung sowie den adjuvanten Einsatz bei Melasma. Der Pastelle Pro arbeitet als gütegeschaltetes Nd:YAG-System ebenfalls bei 1064 nm und 532 nm und ist auf Tonisierung und pigmentierte Läsionen ausgelegt.
Für Haarreduktion und vaskuläre Läsionen kombiniert der Sandro Dual langgepulstes Alexandrit (755 nm) und Nd:YAG (1064 nm) mit Kontakt- und Cryogen-Kühlung, der V-Laser setzt als KTP/Nd:YAG-Hybrid bei 532 nm und 1064 nm mit integrierter Kühlspitze an und adressiert vaskuläre Läsionen, Rosazea und Besenreiser.
US-Vertrieb, EU-Realität
Wontech wurde 1999 gegründet, exportiert nach Unternehmensangaben in mehr als 60 Länder und gehörte nach eigenen Angaben zu den ersten koreanischen Herstellern mit einer 510(k)-Zulassung der US-amerikanischen FDA für einen Pikosekundenlaser. Genau diese FDA-Perspektive limitiert den direkten Nutzen für deutsche Institute. Die genannten Plattformen benötigen für den hiesigen Einsatz eine CE-Kennzeichnung gemäß MDR, gegebenenfalls eine Medizinprodukte-Klassifizierung sowie eine in der EU verfügbare Serviceinfrastruktur. Ob und zu welchem Zeitpunkt die einzelnen Modelle in Europa verfügbar sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor — die Demo-Tour selbst bleibt auf vier US-Standorte beschränkt.
Was bei der Bewertung zählt
Für den apparativen Vergleich bleibt das Portfolio dennoch aufschlussreich. Vier Parameter treten in den Spezifikationen wiederholt hervor: die Pulsdauer im Nano- und Pikosekundenbereich als Steuergröße für die thermische Relaxation, die Wellenlänge als Determinante der Eindringtiefe, die Art der Kühlung — ob kontaktseitig, kryogen oder über eine integrierte Spitze — sowie die Kombination zweier Wellenlängen in einem Gehäuse, wie sie Sandro Dual, V-Laser und Pastelle Pro zeigen. Hinzu kommen beim Oligio X die Echtzeit-Temperaturüberwachung und die monopolare 448-kHz-Frequenz, die in der RF-Geräteklasse eher ungewöhnlich ist. Wer ein neues System evaluiert, sollte diese Achsen konsequent gegen konkurrierende Plattformen prüfen — unabhängig davon, ob die Vorführung nun in Scottsdale, Hamburg oder auf einer Fachmesse stattfindet.