
Wie das US-Magazin Glamour unter Berufung auf zwei zertifizierte Dermatologen aus Connecticut und New York berichtet, tauchen derzeit überall Seren und Cremes mit dem Kürzel NAD+ auf – nachdem der Wirkstoff Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid zuvor bereits in Nahrungsergänzungen und Infusionen für Aufsehen gesorgt hatte. In der Hautpflege wird er nun als eine Art aufladbare Batterie der Hautzellen gehandelt, die bei Energiebereitstellung, Reparatur und Kollagenaufbau helfen soll. Für uns in der Kabine ist das ein spannender Moment, denn er verbindet Zellbiologie mit dem, was wir täglich an der Behandlungsbank beobachten: dem Wunsch nach mehr Hautgesundheit statt schneller Faltenkorrektur.
Zwischen Molekularbiologie und Pflegealltag
NAD+ ist nach Angabe der zitierten Experten ein körpereigenes Molekül, das in jeder Hautzelle an Energiebereitstellung, Reparatur und Kollagenaufbau beteiligt ist. Die Dermatologen ordnen den Stoff zwischen Antioxidantien und Peptiden ein: Er soll helfen, die Festigkeit zu verbessern, den Hautton auszugleichen und die Hautbarriere zu stützen – also genau jene Funktionen, die wir auch in der apparativen Kosmetik täglich ansprechen. Besonders auffällig: Ein in Harvard und MIT entwickeltes Treatment kombiniert NAD+ mit Antioxidantien und richtet sich laut Hersteller gegen zwölf sichtbare Zeichen der Hautalterung, also deutlich breiter als ein klassisches Falten-Serum. Eine zweite, koreanisch inspirierte Essenz setzt zusätzlich auf Niacinamid und einen Peptid-Cocktail aus rund fünfzig Bausteinen, die nach dermatologischer Einschätzung Elastizität, feine Linien und Ausstrahlung adressieren. Beide Formulierungen werden in dem Glamour-Bericht über mehrere Wochen von Testern erprobt, mit Rückmeldungen zu Textur, Duft und sichtbaren Veränderungen – ein Hinweis darauf, dass NAD+ nicht nur im Labor, sondern auch im realen Pflegealltag untersucht wird.
Was wir in der Kabine davon halten
In unserer täglichen Arbeit sehen wir immer wieder, dass die Haut vor allem dann reagiert, wenn Barriere und Mikrobiom in Balance sind – und genau das spüren unsere Kundinnen häufig auch in ihrem allgemeinen Wohlbefinden. NAD+ reiht sich damit in eine Reihe moderner Wirkstoffe ein, die weniger das Altern aufhalten wollen, sondern die Hautgesundheit im Sinne eines Slow Aging stützen, also den Zellen helfen, ihren Job wieder besser zu machen. Spannend ist für uns dabei vor allem die Kombination mit Antioxidantien und barrierestärkenden Peptiden, weil sie zu dem passt, was wir auch apparativ in Lünen begleiten: weniger Defektdenken, mehr Aufbau. Wenn Sie neugierig auf NAD+ sind, sprechen Sie uns gerne vor der nächsten Behandlung an – wir schauen gemeinsam, ob Ihr Hautbild überhaupt einen zusätzlichen Energieschub braucht oder ob eine klassische Stärkung der Hautbarriere nicht den nachhaltigeren Weg verspricht. Parallel dazu greifen auch andere US-Redaktionen wie Real Simple und WWD das Thema Seren rund um Hautalterung aktuell auf – ein Zeichen dafür, dass die Branche sich gerade neu sortiert und die Frage nach zellulärer Energie lauter wird.